Rohmilchkäse ist erhitzt auch in der Schwangerschaft kein Tabu!
Käse aus Rohmilch sollen Schwangere nicht essen. Wegen der natürlichen Bakterien, die in Rohmilch enthalten sind. Die Listerien, die bei der Käseherstellung entstehen und die Toxoplasmen, die in der Rohmilch enthalten sein können, können während der Schwangerschaft für den Fötus gefährlich werden. Auch Menschen mit Abwehrschwäche, alte Personen und Kleinkinder sollten wegen der enthaltenen Mikroorganismen, den Bakterien, auf Rohmilchprodukte, wie Rohmilchkäse, verzichten. Besonders in der Rinde kann die Ansiedlung der Listerien Bakterien sehr hoch sein, die Toxoplasmen hingegen können in der Milch mit dem der Käse hergestellt wurde enthalten sein.
Zu den natürlichen Bakterien Listerien gilt zu sagen, dass sie kein Grundbestandteil der Milch sind, sondern während der Käseherstellung entstehen und das Vorkommen bei pasteurisiertem Käse nicht ausgeschlossen ist. Deshalb sollten Sie bei jedem Käse die Rinde vor dem Verzehr entfernen.
Erhitzt können Sie auch während der Schwangerschaft Rohmilchkäse, wie Pecorino, Appenzeller, Gruyere usw. bedenkenlos essen. Es gibt beim Verzehr von Rohmilchkäse für „gefährdete Personen“ zwei Punkte zu beachten um eine Erkrankung durch die Bakterien zu vermeiden: Entfernen Sie die Käserinde und erhitzen Sie den Rohmilchkäse mindestens zwei Minuten über 80 Grad. Erhitzt, also beim Gratinieren und Kochen (100 Grad) ist der Rohmilchkäse auch während der Schwangerschaft kein Tabu im Bezug auf eine Listerien-Infektion.
Detaillierte Informationen über Rohmilchkäse, die Bakterien in der Rohmilch usw. haben wir in unserem Käse Lexikon für Sie zusammengefasst.
